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Am 6. Dezember
feiert man in Deutschland den Nikolaustag, den Gedenktag für den
Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte und sich
besonders um die Kinder gekümmert hat. Schon am Vorabend stellen die Mädchen
und Jungen ihre Stiefel und Schuhe vor die Türe. Sie möchten, dass der
Nikolaus sie mit Süßigkeiten und Obst füllt. Abends kommt dann auch
manchmal der Nikolaus, angezogen mit einem weiten Mantel und einer
Bischofsmütze, selber ins Haus, oder er geht durch die Stadt. Er hat
immer eine Rute für die bösen Kinder bei sich und einen Sack voller
kleiner Geschenke für die lieben Kinder. Aus einem großen Buch liest
er ihnen vor, was sie für gute und böse Dinge getan haben, und er
verteilt kleine Geschenke. Meistens aber bekommt jeder etwas. Manchmal
wird der Nikolaus auch von einem Helfer begleitet, dem Knecht Ruprecht.
Erst im vorigen
Jahrhundert kam die Tradition vom "Weihnachtsmann" auf, der
die Weihnachtsgeschenke bringt. Dieser kommt ursprünglich aus Amerika,
wo er "Santa Claus" genannt wird. In vielen Gegenden
Deutschlands, besonders im Süden, werden die Geschenke an Weihnachten
aber vom "Christkind" gebracht.
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