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Fortsetzung
vom 14.12.04 - Das Christkind von Stijn Streuvels
„Du musst das
Christkind bitten, dass es nächstes Jahr auch einmal zu uns auf den Hof
kommt“, sagte Mutter.
„Ach ja!“ Dass
sie daran nicht gedacht hatte! Dies war die passende Gelegenheit, sich
diese Gunst für das nächste Jahr auszubitten.
„Ach, wenn das
geschehen könnte!“, sagte Trese. Keine von den dreien wusste noch
etwas hinzuzufügen; sie schwiegen, als geschähe es aus Ehrfurcht, weil
sie sich jetzt dem Häuschen näherten. Das Licht, das sie aus weiter
Ferne hatten blinzeln sehen, war nun ganz nah, und wirklich, nun traten
sie leiser auf und hielten inne, um die Ruhe nicht zu stören; denn hier
war es stiller als selbst auf der weiten Fläche, wo sich nichts
bewegte. Vor der Tür zauderten sie noch ein wenig, dann klopfte Trese
mit dem Knöchel sacht an das Fensterchen und flüsterte, das Gesicht
gegen den Spalt gedrückt: „Meetje, mach auf, Trese ist da und hat
gute Begleitung mit...“ Veva hielt den Atem an, so ergriffen und scheu
war sie. Sie fürchtete, dass nun nach all dem langen Warten am Ende
noch etwas dazwischenkommen könnte: dass sie nicht eingelassen würden,
dass sie das Kindlein nicht zu sehen bekämen oder dass es vielleicht
schon fort wäre...
Fortsetzung
: MORGEN |