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Fortsetzung
vom 15.12.04 - Das Christkind von Stijn Streuvels
Aber
Meetje öffnete hastig die Tür. „Womit kann ich euch dienen?“
fragte das Frauchen, verwundert über diesen späten Besuch. „Die Pächterin
vom Gutshof und ihr Töchterchen würden jetzt gern das Christkind
sehen“, antwortete Trese in dem gleichen gewollt feierlichen Ton. Aber
nun tat er seine Wirkung: „Ei, ei!“ rief das Frauchen mit
verhaltenem Atem und gedämpfter Stimme. „Wer ist da? Ist's wirklich
wahr? Die Herrin selbst? Wie kommen wir zu dieser Ehre? Und Trese, die
alte Trese, noch so spät... Gott, was für Sachen! Und in der
Christnacht noch dazu! Kommt doch herein! Und ich lass euch da in der Kälte
stehen, wo es so friert!“ Das Frauchen hatte ganz den Kopf verloren;
sie stotterte und stammelte vor Verwunderung. Sie könnten nichts dafür,
dass es hier so dunkel sei, weil sie nur ein Lämpchen hatten, und das müsste
in der Webkammer brennen bei der Wöchnerin... Veva schlüpfte an
Mutters Rock mit herein, blieb bestürzt stehen und blickte bebend in
die Dunkelheit. „Kommt nur, ihr Leute“, flüsterte Meetje und drückte
leise die Tür der Kammer auf, wo das Lämpchen
brannte.
Fortsetzung
: MORGEN |